Roborock Saros 10R | Der SmarthomeAssistent Test

Hier könnt ihr euch zu unserem Test vom Roborock Saros 10R austauschen. Damit ihr wisst, worum es geht, hier noch mal das Video:

Und hier noch einmal der schriftliche Test:

Was sind eure Gedanken zu dem Saugroboter? Ich freue mich auf die Diskussion mit euch :smiley:

In den ersten 2 Wochen habe ich das Gerät noch bei weitem nicht so weit, dass es allein die Wohnung reinigen kann (70m², 3 Räume, 1 Bad, 1 Abstellraum, 3 Schwellen max. 1,5 cm hoch). Tischbeine, Stuhlbeine, Wäschetrockner und den unteren Bereich der Küchenfronten rammt er oder umfahrt er zur Gänze. Die echten Schwellen rammt er, bevor er sich hebt, dafür erkennt er Schwellen am Parkettboden, die es nicht gibt.

Die Wischfunktion ist eher ein Gimmick als eine Funktion, zu Beginn hat er eine Pfütze hinterlassen, den Rest trocken gewischt, jetzt nach ein paar Einstellungesveränderungen verschmiert er den Boden, das ist mir lieber als Wasserpfützen am Parkettboden. Die im Bericht genannten “Wisch-Reinigunsergebnisse” kann ich nicht bestätigen, wenn da - was selten vorkommt - ein Fleck ist, wird der nicht durch das Wischen entfernt, sondern bestenfalls ein wenig verwischt.

Die Saugleistung ist gut, die (langen menschlichen) Haare wickeln sich aber um die Seiten der Rollen.

Während er nicht existierende Hindernisse häufig umfährt, können Socken, das Ende der Fahrt bedeuten, er verbeißt sich dann regelrecht, saugt sie zwar nicht ein, will sie aber “aus Rache” hundert Mal überrollen und durchnässen. Das sieht lustig aus, ist aber dann doch nicht was ich mit erwartet hätte.

Vielleicht bin ich zu kritisch, weil das mein erster Roboter ist, aber im Grunde muss man das Gerät unzählige Male unterstützen. Das ist ein echter Zeit-Killer. Die manuelle Reinigung ist evt. etwas anstrengender aber bei weitem nicht so zeitintensiv. Die Pads werden zwar getrocknet, stinken aber dennoch. Ohne entfernen und waschen hat man einen miefenden Raum. Reinigt man den Abwasserbehälter nicht sofort, mieft auch dieser deutlich. Frischwasser will ich eigentlich auch nicht unbeaufsichtigt da dauernd stehen lassen, daher kostet das Vorarbeiten (Füllen, Pads montieren) und Nacharbeiten (alles Entleeren, Pads waschen, Haare entfernen) und Nachwischen der ausgelassenen Bereich (va. Ecken und Küchenvorsprünge, aber auch andere zufällige Bereiche) etwa 2/3 der Zeit einer gewöhnlichen Reinigung.

Mache ich alles falsch, oder ich habe zu viel erwartet?

Hallo, meine Eltern haben sich überlegt einen Wischsaugroboter zuzulegen. Da ich gerade einen guten Akkuhandstaubsauger suche und hier bei Dreame und auch Roborock unterwegs war habe ich mir auch viele Videos zu diesen Robotern angesehen und mir dazu eine Meinung gebildet welche sich nun in deinen Erfahrungen bestätigt. Ich habe meinen Eltern vor ein paar Tagen abgeraten einen Roboter zu kaufen und sich stattdessen eher für einen guten Wischsauger zu entscheiden. Betrachtet man einen Wohnraum in dem auch wirklich Leben stattfindet so kann ein Roboter viele Stellen niemals erreichen. Meine Eltern haben Dekoständer , Vasen , Beistelltische usw. rumstehen. Der Esstisch hat eine Sitzlounge und Freischwingerstühle. Ich habe das ausgemessen. Die Stühle müssten immer in einer exakten Position stehen dass der Roboter da durch kommt was kaum der Fall sein wird. Die Dekoständer , Vasen und Beistelltische kann der Roboter nicht verrutschen um zu saugen oder zu wischen. Hausschuhe oder andere Dinge die mal rumstehen fährt er drum herum. Es steht auch mal ein Einkaufskorb rum. Man lebt ja in seinem Haus. Viele Ecken kann er bedingt durch seine Bauart niemals erreichen. Teppichläufer kann er für das Wischen nicht wegrollen. Fazit war für mich, dass man entweder dem Roboter jedesmal alles vorbereitet und auch dann kann er nicht alles machen und es ist viel Nacharbeit erforderlich oder man erleichtert sich die gesamte Arbeit und macht es wie bisher mit Erleichterung selber. Die Hauptarbeit ist ja die Vorbereitung für das wischen oder auch saugen, dass man die Sachen auf die Seite bringt. Die Fläche selbst ist ja schnell erledigt. Daher war die Empfehlung an meine Eltern sich einen guten Wischsauger ( z.b Roborock F25 Ultra ) zu besorgen und sich die Arbeit so zu erleichtern. Es kommt ja auch noch der Zeitaufwand für die Pflege der Roboterstation und den Roboter hinzu. Wassertank regelmäßig befüllen bzw. Wasser tauschen , Abwasser entleeren , Filter reinigen, erneuern usw. Was die Station jährlich an Strom für Heißreinigung und Trocknung benötigt habe ich keine Erfahrung aber über das Jahr gesehen wird da was zusammenkommen. Hier auf der Seite habe ich Werte gesehen , Reinigung 36 Watt , Trocknung 56 Watt, Laden 23 Watt.

Es muss schon eine Vorzeige-Ausstellungswohnung sein wo nichts rumsteht damit so ein Roboter das gewünschte Ergebnis erzielt.

Wahrscheinlich nicht dass was du als Antwort hören wolltest aber wohl eine realistische und ehrliche Einschätzung.

Viele Grüße

Renegade

Hallo ihr beiden!

Danke für eure Erfahrungen. Ich bin im Großen und Ganzen bei euch, und wichtig ist es, dass man sich natürlich vorab Gedanken macht, ob im Haushalt ein Saugroboter genügend Mehrwert bietet. Selbstverständlich können sie noch keine Gegenstände verrücken oder in enge Bereiche reinfahren. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass das vor dem Kauf klar sein sollte.

Ein Saugroboter ist erst mal dazu gedacht, die 95 % der Flächen regelmäßig und vor allem selbstständig zu reinigen, die eben frei erreichbar sind. Die, die es nicht sind, sind auch mit einem Wischsauger nicht ohne weiteres menschlichem Zutun zu erreichen.

Ich bin aber auf die Zukunft gespannt und bin mir sicher, dass das in den nächsten Jahren immer besser wird :smiley:

Euch schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr und viele liebe Grüße