Hallo Zusammen, meine Frage richtet sich tendenziell eher an das Team hinter SmarthomeAssistent und deren Saugroboter-Test. Beim Vergleichen verschiedener Modelle in euerem Test ist mir eine Tendenz aufgefallen: Roboter, die eine höhere „Wisch Dauer“ haben, haben eine bessere Note in der Kategorie „Wischen“. Die Top-Modelle von MOVA schneiden in der Kategorie „Wischen“ meist besser ab als die von Roborock – aber sie wischen auch deutlich länger. Beispielsweise braucht der MOVA Z60 Ultra Roller Complete sowie der MOVA V50 Ultra Complete laut Test etwa 40 Minuten zum Wischen – beide haben die Note 1,0. Der MOVA V70 Ultra Complete braucht immer noch 24 Minuten, hat aber nur noch die Testnote 3,2. Wenn ich mir im Vergleich die Modelle von Roborock ansehe, braucht der Saros 20 etwa 21 min, wohingegen der Saros 10R nur 14 min braucht – auch diese Modelle folgen dem Muster: Der Saros 20 hat eine „Note Wischen“ von 5,1 und der Saros 10R von 5,5. Erstmals ist es mir aufgefallen bei den Modellen Roborock Qrevo Curv 2 Pro vs. Roborock Qrevo CurvX. Zweiterer wischt besser (3,9 vs. 5,9) braucht aber auch etwa die doppelte Zeit (15 min vs. 7 min).
Vielleicht ist es auch nur Zufall oder hat andere Gründe – daher korrigiert mich gerne, wenn ich falsch liege oder etwas übersehen habe. Falls doch etwas daran ist wäre es vielleicht gut die Wischzeit in zukünftigen Tests zu normieren. Was meint Ihr dazu? Würde es etwas am Ergebnis ändern (z.B. Qrevo Curv 2 Pro gleich gut wie CurvX bei doppelter Wischdauer)?
Abschließend wollte ich ergänzen, dass mir euer Test sehr weitergeholfen hat! Gerade was Transparenz und Vergleichbarkeit betrifft, bin ich sehr beeindruck! Vielen Dank für die umfangreichen Bemühungen!Ich hoffe Ihr seht meine Anmerkung/Feedback als konstruktive Kritik und nicht als Beleidigung.
klar. Feedback, besonders wenn es konstruktiv ist, ist immer willkommen.
Das Wischergebnis korreliert auf jeden Fall mit der Wischdauer, und das ist am Ende auch so gewollt, bzw. hängt nach unserer Philosophie miteinander zusammen.
Die Hersteller bewerben seit Jahren ihre Produkte mit KI oder sonstigen intelligenten Bezeichnungen. Mein Ansatz, als ich damals mit den Saugroboter Tests begonnen habe, war schon beim Saugen, dass ich nicht eine einzelne Überfahrt bewerten wollte, sondern das Ergebnis in einem „Raum“. Mich hat die schiere „Leistung“ nicht wirklich interessiert, sondern eher: Was ist das Ergebnis?
Aufs Wischen übertragen: Was bringen mir 60 °C Reinigungstemperatur, wenn der Roboter den Bereich als Hindernis erkennt und gar nicht reinigt? Wenn ich ihn in einer geraden Linie irgendwo durchquetschen würde, hätte ich zwar die reine Wischleistung, die aber meiner Ansicht nach nichts mit der Realität zu tun hat. Und so habe ich immer bei allen Tests an einem Raumkonzept festgehalten.
Ist dieses System perfekt? Wahrscheinlich nicht. Ich glaube aber, dass es dennoch besser ist als die Alternativen Und genau deshalb, zeigen wir alle Ergebnisse, Zeiten und Reinigungsmuster immer komplett in den Videos, sodass jeder auch selbst noch für sich Schlussfolgerungen ziehen kann.
danke für die umfangreiche Antwort! Ich verstehe den Ansatz und die dahinterstehende Philosophie – das war mir nicht Bewusst. Mit diesem Wissen und euren Daten kann ich nun selbst meine Schlussfolgerungen ziehen.
Das Dich die „schiere Leistung“ nicht wirklich interessiert verstehe ich auch: Am Ende muss der Boden sauber sein und das zählt! Andererseits ist Zeit auch ein wichtiger Faktor: Je länger/öfter der Saugroboter fährt, desto mehr Schmutz wird er aufnehmen. Eine Möglichkeit dies zu bewerten wäre zum Beispiel einen Quotienten aus Wischleistung und Wisch Dauer zu bilden und diesen als „Effizienz“ zu betiteln – dadurch wird die „Wischleistung“ vergleichbarer. Auf den ersten Blick mag es so wirken, als bringt dieser neue Wert nicht viel, aber wenn ein günstiges Modell einfach nur ein zweites Mal losgeschickt werden muss um ein ähnliches Ergebnis wie bei einem teureren Gerät zu erzielen wäre das für mich ein Kaufargument.
das mit dem Errechnen eines Wertes ist eine tolle Idee. Danke!
Darüber werde ich mir mal ausführlich Gedanken machen. Das sollte ja auch im Nachhinein noch recht gut nachtragbar sein, ohne zusätzliche Tests vornehmen zu müssen.